Im Sachunterricht beschäftigten wir uns in den vergangenen Wochen mit dem Thema Wald. Dabei entstanden unter anderem kreative Lapbooks, wir stöberten in spannenden Büchern aus der Bücherei und konnten sogar ein echtes Wespennest aus Frau Schwesigs Garten bestaunen. Unser erstes Wissen rund um den Wald durften wir anschließend direkt vor Ort erweitern, vertiefen und mit vielen praktischen Erfahrungen verbinden.

An jeweils zwei Vormittagen durften unsere beiden 3. Klassen ein besonderes Waldprojekt am Heimatmuseum erleben. Bei unserem ersten Treffen wartete Janina Peitz (Naturpädagogin) bereits im Wald auf uns. Wenig später begrüßten wir auch Frau Klinger-Bischof vom Ruhrwerk e.V.. Mit großer Neugier entdeckten wir zunächst verschiedene spannende Mitbringsel aus dem Wald – darunter Eulengewölle und ein Wildschweinzahn. Gemeinsam stießen wir mit warmem Lindentee auf den Waldtag an und betraten anschließend symbolisch durch das „Waldtor“ die Natur.

Im Laufe des Tages erkundeten wir den Wald mit allen Sinnen. Wir lernten unterschiedliche Blattgallen kennen, lauschten wie Eichhörnchen an Baumstämmen den Geräuschen des Waldes und experimentierten mit Luft und Seifenblasen durch Holzscheite. Besonders begeistert waren die Kinder vom Bewegungsspiel „Fledermaus und Mücke“, bei dem Ausdauer und Geschicklichkeit gefragt waren.


Auch beim zweiten Waldbesuch warteten viele spannende Aktionen auf uns: Nach einem kurzen Austausch über unsere Erlebnisse seit dem letzten Treffen, konnten die Kinder ihr Wissen in einem kleinen Waldquiz auffrischen. Anschließend schlüpften wir in die Rolle von Eichhörnchen und versteckten Nüsse im Wald – gar nicht so einfach, diese später wiederzufinden!

Kreativität und Zusammenarbeit standen beim anschließenden Nestbau im Mittelpunkt: Mit einer Kordel und Materialien aus dem Wald bauten die Kinder in Gruppen Vogelnester, die am Ende sogar zwei „Stein-Eier“ tragen konnten. Dabei kamen viele unterschiedliche und kreative Lösungen raus.

Ein weiteres Highlight war eine Teamaufgabe mit dem Schwungtuch, bei der ein rollender Gegenstand gemeinsam in einen Korb transportiert werden musste. Mit Geduld, Konzentration und viel Zusammenarbeit meisterten wir auch diese Herausforderung.
Zum Abschluss sammelten die Kinder Naturgegenstände und beschrieben diese in kleinen Rätseln. So wurde noch einmal deutlich, wie intensiv die Kinder den Wald wahrgenommen hatten.

Mit allen Sinnen – sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken – konnten sie Natur hautnah erleben, Gemeinschaft stärken und spielerisch Neues lernen. Diese Waldtage werden in Erinnerung bleiben! Dieses Projekt verdeutlicht, wie wertvoll außerschulische Lernorte für die Entwicklung der Kinder sind. Aus diesem Grund ist es unser Ziel zukünftig jeder dritten Klasse der Josefschule dieses Projekt zu ermöglichen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Janina Peitz für die engagierte Vorbereitung und Durchführung dieses gelungenen Waldprojekts. Mit Geduld und Wertschätzung gelang es ihr, die Interessen der Kinder aufzugreifen und ihnen den Wald auf lebendige Weise näherzubringen. Durch ihre offene und herzliche Art entstand eine Atmosphäre, in der sich die Kinder wohlfühlten und mit großer Freude entdecken konnten.
Ein ganz besonderer Dank geht außerdem an den Ruhrwerk e.V. Ohne die großzügige finanzielle Unterstützung des Vereins wäre dieses nachhaltige Naturerlebnis für unsere Kinder nicht zustande gekommen. Solche Projekte bereichern unseren Schulalltag in besonderer Weise. Deshalb freuen wir uns über jede Unterstützung, die auch zukünftige Lern- und Naturerfahrungen ermöglicht.
